|
Nachtflüge sind praktisch. Sie stehlen dem Reisenden nicht gleich den ersten Urlaubstag. Das einzige, was sie kosten, sind mein Schlaf! Glücklich der, der in jeder Position schlafen kann. Leider gehöre ich nicht zu dieser Gruppe und so bin ich froh, dass die Sonne aufgeht, als wir irgendwo über Angola{mosmap width='500'|height='400'|lat='-8.37608'|lon='14.9812'|zoom='16'} sind.
Mit einer Stunde Verspätung kamen wir in Windhuk an. Wir wurden bereits von einem Fahrer von Hubert Hester erwartet, bei dem wir unseren Hilux gemietet hatten. Der Geldautomat am Flughafen war völlig überfüllt, so dass er uns anbot, auf dem Weg zu HH einen Stopp an einem Geldautomaten einzulegen. Gesagt, getan. Geld abgeholt, bei HH angekommen und schon gab es eine kurze Einweisung. Mit einem Stadtplan bewaffnet ging es anschließend direkt zum Einkaufen. Es galt, Vorräte für etwa 14 Tage einzukaufen. Natürlich stand viel Braii (Afrikaans: grillen) auf dem Plan. Aber das war (zu meinem leichten Bedauern) nicht das einzige auf dem Speiseplan. Ebenfalls sollen Gerichte wie "Spaghetti Bolognese" oder ein Filettopf nicht fehlen.
Zwischendurch fiel mir siedend heiß ein, dass ich mein GPS noch bei HH vergessen hatte (was habe ich bloß gegen mein GPS??). Also mussten wir noch einen kurzen Stopp einlegen und dann ging es mit vollem Equipment Richtung Zelda Farm{mosmap width='500'|height='400'|lat='-22.289922'|lon='19.818491'|zoom='2'} . Kurz nachdem wir Windhoek verlassen hatten, saßen schon das ein oder andere Warzenschwein, sowie Affen und Strauße am Straßenrand. Bis auf diese kleinen Highlights war die Fahrt nur eines: öde. 300 km Straße fast wie an einer Schnur gezogen.
Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wie aus dem Nichts und der Trockenheit der Landschaft eine kleine Oase entstehen kann. Die Zelda Farm ist so eine kleine Oase. Nett angelegt und mit freundlichem Personal. Wir haben uns vorgenommen, bei einer nächsten Tour eine Nacht mehr dort zu verbringen, um den Gamedrive und den Bushman Walk mitzumachen.
|