04. Tag (24.09.2007): Fahrt zur 3rd Bridge

010_tp_2007_thumb.jpgNach der ersten Nacht im Dachzelt haben wir es ein wenig ruhiger angehen lassen. Gegen 7h standen wir auf, haben Frühstück gemacht und den Wagen zweckmäßiger umgepackt, so dass wir schneller an die oft benötigten Sachen kommen konnten.

Am Abend zuvor war es zu spät, den Parkeintritt zu bezahlen. Dies haben wir schnell erledigt und dann ging es los. Die Landschaft zwischen South Gate

und 3rd Bridge ist sehr bizarr. Viele abgestorbene Bäume/Wälder säumten unseren Weg. Zwischendurch wurden wir von Impalas und verschiedenartigen Vögeln (z.B. Gelbschnabeltokos) aufgehalten, die alle bestaunt werden wollten. Letztlich haben wir auf diesem Weg aber nicht allzu viele Tiere gesehen.

Es ging langsamer voran, als gedacht. Schneller als 20-30km/h im zweiten Gang und Allrad waren nicht drin, zumal die Strecke an manchen Stellen recht tiefsandig war. So passierte, was passieren musste: auf dem letzten Stück vor 3rd Bridge fuhren wir uns fest. Nichts ging mehr. Bevor wir aber den Wagen freigeschaufelt hatten, kam ein freundlicher Südafrikaner, der uns kurzerhand rauszog. Vielleicht hätten wir doch die seitlichen Wege rechts und links des tiefsandigen Stückchens als Warnung nehmen sollen und eher einen von denen befahren sollen. Egal, Lektion gelernt :)

3rd_bridge.pngIn 3rd Bridge angekommen war der erste Weg in Richtung Dusche, die wir in South Gate wegen Wassermangels nicht nutzen konnten. Gut, dass wir unsere Badelatschen eingepackt haben. Ohne die hätte ich diese Dusche bestimmt nicht freiwillig genutzt. Das Wasser war zwar kalt, aber nachdem man sich daran gewöhnt hatte, war es extrem erfrischend und wusch den Staub von fast zwei Tagen ab. 

Überhaupt: selbst nach diesen ersten zwei Tagen ist so ziemlich alles staubig. Kameras, Computer, Kleidung, Zelt, alles. 

Uns fehlte ein wenig die Energie, nochmals auf Pirsch zu gehen. Das war auch nicht unbedingt nötig. Die Tiere kamen zu uns. Zunächst eine Pavianfamilie mit Kleinkindern, die unter einem Baum spielten. Wir sind zu Fuß bis aus 10m herangekommen und konnten Fotos schießen. Näher ging es nicht, denn dann haben sich die Tiere zurückgezogen und das war ja gerade nicht unser Ziel.

Paviane im Moremi WRPaviane im Moremi WRPaviane im Moremi WR

014_tp_2007_thumb.jpg015_tp_2007_thumb.jpgSpäter besuchte uns im Camp noch eine dreiköpfige Elefantenfamilie zum Abendbrot. Es war unglaublich. Wir standen keine 20m von den Tieren entfernt, während sie sich an Bäumen und Sträuchern zu schaffen machten. Sie ignorierten uns solange, bis wir uns von zwei Seiten näherten. Ein missmutiges Kopfschütteln und Schnaufen und uns war klar, dass wir uns doch lieber langsam zurückziehen sollten.

Sonnenuntergang im Moremi WRLagerfeuergEs ist jedes Mal erstaunlich, wie schnell die Sonne auf- und wieder untergeht. Die Dämmerungsphase dauert etwa 30 Minuten, bevor es richtig dunkel ist. Ein Grund mehr, das Lagerfeuer zu entfachen und der Natur zu lauschen. 

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