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 Pünktlich um 6h fielen die Paviane in unser Camp ein und haben die Bäume genutzt, um den Tau von den Blüten zu trinken und Blätter und Blüten zu essen. Natürlich sind die Viecher auch völlig schamlos und greifen sich alles, was nicht niet- und nagelfest am oder im Auto verstaut wurde. Ich habe vergessen, die Fahrertür zu schließen und *SCHWUPPS* war einer der Racker im Auto. Er ließ sich aber schnell vertreiben - ohne Beute :)
 Auf dem vormittaglichen Gamedrive ist nicht viel passiert. Zurzeit scheint es nicht viele Tiere in Moremi zu geben, zumindest nicht in der Umgebung der 3rd Bridge{mosmap width='500'|height='400'|lat='-19.4297'|lon='23.646'|zoom='7'} . Aber ganz ohne "Beute" sind wir nicht geblieben. Einige Giraffen, Gnus, Zebras und Impalas kreuzten unseren Weg.
Für den nachmittaglichen Gamedrive haben wir uns den Mbomba-Loop ausgesucht, der in der Nähe der 3rd Bridge{mosmap width='500'|height='400'|lat='-19.4297'|lon='23.646'|zoom='7'} startet. Wir starteten kurz vor 17h, fast zu spät, wie sich herausstellen sollte.
Der Loop war recht ereignislos. Es waren kaum Tiere zu sehen. Dafür war die Strecke sehr einfach befahrbar. Das Gelände am Rand des Weges war teilweise verbrannt. Der Brand kann nicht vor allzu langer Zeit ausgebrochen sein, denn die Luft roch nach Ruß. Die Sache mit der Ereignislosigkeit galt zumindest für den ersten Teil. Es änderte sich schlagartig auf dem Rückweg. Der Pfad ging durch einen Wald und die Wege waren sehr verschlungen. Oftmals mussten wir uns Ausweichwege suchen, weil umgestürzte Bäume den Weg versperrten. Es wurde langsam dunkel und es war noch recht viel Weg übrig. Also bin ich so schnell wie möglich gefahren, als Kristin plötzlich rief: "Vorsicht Elefanten!!" Ich legte eine Vollbremsung hin, gerade noch rechtzeitig, damit ein junger Elefant zur Seite springen konnte. Seine Mutter fand das eher nicht witzig. Langsam fuhr ich zurück und überlegte, was wir denn nun tun sollen. Vor uns lag eine recht tiefsandige Strecke, rechts und links wurde sie von je drei Elefanten gesäumt, die genüsslich aßen. Trotz des laufenden Motors und der Vollbremsung schienen sie uns zu ignorieren und sich lieber ihrem Abendbrot zu widmen. Also legte ich den Low-Gear ein und fuhr langsam und beständig durch die Gruppe, auf die Reaktion der Elefanten achtend. Der eine oder andere machte seinen Unmut durch seine Gestik deutlich, aber insgesamt ließen sie uns in Ruhe und aßen lieber weiter. Das war ziemlich aufregend!
Zurück im Camp stand heute das Grillen sämtlichen Fleisches an, das wir in Windhuk gekauft hatten. Leider ist der Gefrierschrank von HH nicht zum Frieren, sondern nur zum Kühlen geeignet und gegrillte Fleisch hält sich nun einmal gekühlt länger. In der Ferne zog ein Gewitter auf. Wetterleuchten und Blitze zuckten gelegentlich vom Himmel. Es war etwa 15km entfernt und so störte es uns weniger, zumindest so lange, bis bei uns ein feiner Nieselregen einsetzte. "Pula" bedeutet in der Landessprache "Regen" und ist gleichzeitig der Name der Landeswährung. Wir erlebten also etwas Pula in Botswana. Dies ist recht untypisch für diese Jahreszeit. Glücklicherweise war es aber auch nur ein kurzes Wetterintermezzo.
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