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Der Himmel war heute bedeckt. Ich denke, dass es für diese Jahreszeit wirklich sehr ungewöhnlich ist. Ich hoffte, dass sich das bis abends wieder bessern würde. Heute morgen ging es recht früh los. Seltsamerweise waren die Paviane nicht da, um uns zu begrüßen. Sie kamen heute eine halbe Stunde später, als wir schon fast unsere Sachen verstaut hatten und losfahren wollten. Ob es an dem gestrigen Regen gelegen hat? So zutraulich sie sind, so ängstlich sind sie auch. Sie kommen bis auf zwei Meter an einen heran und sobald man die Aufmerksamkeit auf sie lenkt sind sie genauso schnell wieder verschwunden wie sie gekommen sind.  Auf unserer Safari konnten wir zwei Giraffen beim Äsen zusehen, die uns nebenbei neugierig beobachtet haben. Giraffen sind sehr elegante Tiere. Es macht Spaß, sie zu beobachten.
Bei dem Weg zum North Gate{mosmap width='500'|height='400'|lat='-19.1737'|lon='23.7517'|zoom='7'} passiert man automatisch das Camp Xakanaxa. Hier wird zurzeit in der Nähe des Airstrips stark gebaut und ich kann mir vorstellen, dass es keinen wirklichen Spaß macht, hier zu campen.  Der Weg zum North Gate{mosmap width='500'|height='400'|lat='-19.1737'|lon='23.7517'|zoom='7'} war vergleichsweise eine Autobahn zu den anderen Wegen, die wir bisher hier kennen lernen duften. Auf dem Weg dorthin kamen wir an eine Stelle, die von Wasser überschwemmt war. Leider war die Tiefe nicht erkennbar. Glücklicherweise kam eine Safaritour vorbei und so sind wir gemeinsam durch das Wasser gefahren, um ggf. den anderen herausziehen zu können. Im Nachhinein war es nicht so schwierig, wie es zunächst ausgesehen hatte.
Tiere gab es sonst kaum zu sehen. Es scheint, als wären sie auf Betriebsausflug und haben ein paar Vögel als Statisten dagelassen, damit die blöden Touris nicht ganz umsonst nach Botswana gereist sind.  Als wir im Camp angekommen sind, war es komplett leer. Niemand außer uns war anwesend. Niemand, außer einigen neugierigen Meerkatzen. Ein wenig befremdlich war das schon, vor allem, wenn alle Plätze bei Buchungsanfragen ausgebucht sind und man lange vor der eigentlichen Reise buchen muss. Die Meerkatzen sind nicht nur sehr zutraulich, sie sind auch sehr gerissen. Sie wissen genau, dass viele der Autos, die hier ankommen, mit Schiebefenstern im Laderaum ausgestattet sind. In einem Moment, in dem sie sich unbeobachtet fühlten, konnte ich sehen, dass sie gezielt versucht haben, diese Fenster zu öffnen.
Das North Gate{mosmap width='500'|height='400'|lat='-19.1737'|lon='23.7517'|zoom='7'} ist das nördliche Ende des Moremi WR. Direkt außerhalb gibt es das Kwai Village. Dies haben wir besucht und uns mit Getränken und ein paar Souvenirs eingedeckt. Aber das war nur ein kurzes Intermezzo, denn wir wollten ja noch auf Safari gehen und ein wenig die Gegend erkunden.  Der Kwai Loop kam uns als nachmittäglicher Gamedrive gerade recht. Also haben wir unseren Campingtisch und die Stühle auf unserer Campsite gelassen, als Zeichen, dass sie nun besetzt ist. Irgendwie kann man das ein wenig mit dem "Handtuch auf Liege legen" auf Mallorca vergleichen.
Der Gamedrive war landschaftlich sehr interessant. Hier wurde uns erstmalig wirklich deutlich bewusst, dass wir am Okavango-Delta sind und unmittelbar dabei sind. Allerdings schienen die Tiere auch hier ein wenig Verstecken mit uns zu spielen. Ein paar Impalas hier, ein paar Hippos da, das war es.
 Zurück im Camp haben wir erstmalig etwas ausprobiert, von dem wir bisher nur gelesen hatten. Brot backen im Potjie. Ein Potjie (gesprochen: "Poitie") ist ein gußeisener Topf. Also haben wir den Teig angerührt. Der Potjie wurde mit Öl ausgerieben. Zwischenzeitlich habe ich Holzkohle zum Glühen gebracht. Die wurde dann um den Potjie herum und oben auf den Deckel verteilt. Quasi wurde aus dem Topf dadurch ein kleiner Backofen mit Ober- und Unterhitze.
Nicht, dass es den ganzen Tag bedeckt war, nein, es fing jetzt an, zu regnen. Nicht nur kurz, sondern ein schöner, dauerhafter Regen. Ich kann nur hoffen, dass es demnächst wieder besser wird. Die Nacht über ließ die Hoffnung schwinden. Es regnete und stürmte heftig und wir wurden in unserem Dachzelt durchgerüttelt.
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