15. Tag (05.10.2007): Gamedriving Chobe/Toro Lodge

1.30h morgens. Das leise Tröten eines Elefanten weckt uns. Die Elefantengruppe, die gestern Abend den Fluss überquert hat, ist wohl zurückgekommen und versucht gerade, ins Hinterland zu kommen. Das Tröten des Elefanten war wohl das Zeichen, das unsere Campsite nicht als Durchgang geeignet ist. Stattdessen nutzt die große Gruppe die von uns rechts und links leer stehenden Campsites für den Aufstieg, natürlich nicht, ohne einen kleinen Snack auf dem Weg einzunehmen. Eine gute Stunde hören wir die Elefanten an uns vorbeigehen, Rascheln hier, Geschmatze dort. 

Elefanten brummen. Es ist ein tiefes, völlig beruhigendes Brummen. Unser Feuer ist schon lange ausgeglüht und so können wir nur hören. Elefanten-Surround-Sound pur. Wir sind von den Tieren umringt. Ein toller Abschluss für Ihaha, denke ich noch und schlafe irgendwann viel später wieder ein.

Zwischen 5.30 und 6h morgens wacht alles auf. Und zwar sehr lautstark. Normalerweise zwitschern, schreien und krakelen die Vögel mit allem, was ihnen zur Verfügung steht. Bevor dies passiert, werde ich durch ein "Muh" geweckt und traue meinen Augen nicht. Die Wiese zwischen unserer Campsite und dem Fluss ist voller Kaffernbüffel, die ihr Frühstück einnehmen. Ein weiteres "Muh" des Leittieres und innerhalb von 2 min ist die Wiese leer. Unglaublich. Leider war es viel zu dunkel, um ein Foto zu machen.

Uns fällt der Abschied genauso schwer wie in Savuti und deswegen lassen wir uns besonders viel Zeit, am Chobe ein letztes Mal zu frühstücken, bevor wir alle Sachen zusammengepackt haben uns losgefahren sind. 

 

LöweElefantChobe NP

 

Auf dem Weg Richtung Ausgang sind wir natürlich auch ein letztes Mal die Water Loop entlang gefahren, um uns von Elefanten, Warzenschweinen, Impalas, Büffeln und natürlich den Löwen zu verabschieden.

 

ElefantWeg im Chobe NPKaffernbüffel

 

Tanken in KagunzulaTanken in KagunzulaAuf dem Weg zur Toro Lodge kommen wir an Kasane vorbei. Leider ist hier die Tankstelle vor einige Zeit abgebrannt und so müssen wir 10km weiter nach Kagonzula fahren, um Sprit zu bekommen. Hier herrscht Andrang wie in der Nachkriegszeit :) Die Wartezeit macht uns aber wenig aus, denn: der geneigte Leser achte bitte auf die dortigen Dieselpreise...

In der Toro Lodge angekommen erfahren wir, dass wir die einzigen sind, die die Chobe Bootstour machen wollen und man verweist uns an die Garden Lodge. Klasse, da lernen wir Gabi und Phil ja doch noch kennen.

Die Fahrt ist klasse. Wir sehen zwar nicht so viele Tiere wie an den Vortagen, aber der Perspektivenwechsel von Land zu Wasser macht alles wett. Allerdings war anschließend klar, dass eine Flussfahrt einen Gamedrive ergänzen, aber keinesfalls ersetzen kann.

Die Nacht war grässlich. Man kann sich an die Tiergeräusche und der sonstigen Stille sehr gewöhnen. Die Toro Lodge, in der wir für zwei Tage abgestiegen sind, ist alles andere als leise. Das liegt aber nicht an der Lodge, sondern an dem Umfeld. Es ist Freitag Abend. Und was passiert Freitags sehr oft, egal, wo man sich auf der Welt befindet? Genau: Party!

Also durften wir so ziemlich die ganze Nacht irgendwelchen Rhythmen lauschen, Leuten, die sich laut unterhielten oder stritten und nicht zuletzt dem permanenten Gekläffe und Geheule der ortsansässigen Hunde. Das Sahnehäubchen war ein geistesgestörter Hahn, der um 2.30h anfing zu krähen - lange bevor es hell wurde. Die Hähne im Umkreis stimmten dann gleich ein und somit war die Geräuschkulisse perfekt. :) Ole, ole!

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