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Die Umstellung von Dachzelt auf Bett geht sehr, sehr einfach. Umgekehrt ist das nicht so einfach. die Nächste in der Seserim Campsite verbringen wir wieder im Dachzelt. Irgendwie scheint alles sehr eng und hart zu sein. Ich dachte immer, dass es in der Wüste nachts kalt wird. Irgendwie müssen die aufgezogenen Wolken dieses Phänomen verhindert haben. Und so machen wir uns um 4.30h fertig für die Fahrt zu den großen, roten Dünen.
Die Straße in die Sossusvlei glich sehr lange einem Martyrium der Reifen und der Federung. Dies hat ein Ende. Die Straße ist komplett neu geteert worden. Ein Schild am Ausgang der Sossusvlei berichtet, dass dies im Oktober 2005 passiert sein soll.
Als wir in der Sossusvlei ankommen, geht gerade die Sonne auf und die aufreißende Wolkendecke erlaubt einen Blick auf eine fantastisch beleuchtete Dünenlandschaft. Der Aufstieg auf die (übliche) Sossusvlei-Düne wird dadurch nicht ganz so schmerzhaft.
Apropos Aufstieg. Mein GPS (inkl. Höhenmeter) zeigt an, dass man bei einer Laufstrecke von 300m etwa 100m an Höhe gewinnt, was einer Steigerung von 30% entspricht. Wenn man dazu noch bedenkt, dass man teilweise beim Gehen in den Sand einsinkt, kann man sich ausrechnen, dass der Aufstieg ein gewisses Maß an Kondition und Fitness erfordert.
Oben angekommen und nach einer Verschnaufspause können wir den Ausblick richtig genießen, auch wenn die Wolkendecke dichter wird und es ein paar wenige Tropfen regnet. Wann hat man schon einmal Wolken in der Sossusvlei?
Natürlich muss der Abstieg klassisch quer zur Düne verlaufen. Jede Anstrengung war vergessen. Es macht einen Riesenspaß, die Düne herunterzulaufen und dabei mit großen Schritten tief in den Sand einzutauchen. Wenn der Aufstieg nicht so anstrengend gewesen wäre und inzwischen die Besuchermassen hier einströmen würden, hätte ich das gerne noch einmal gemacht.
Wir verbringen den Tag in der Sossusvlei unter einem schattigen Baum, während ich dies hier tippe und eines der mitgebrachten Bücher lese.
Die Wolkendecke reißt nicht mehr auf und so gibt es auch keine guten Sonnenuntergangsfotos, als wir gegen 16.30h Richtung Camp aufbrechen. Im Gegenteil. Nachdem wir vom Essen in der Sossusvlei Lodge zurückkommen (diesmal war der Service besser), blitzte und donnerte es aus Richtung Sossusvlei zu uns herüber und der Wind wird böig. Das hält auch die ganze Nacht an, wobei die Temperaturen nicht merklich sinken.
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