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Um 6.30h will uns das Taxi Richtung Flughafen bringen. Da wir noch ein paar Dinge in unseren Koffern umschichten müssen, klingelt der Wecker bereits um 5h. GÄHN! Wenn es wenigstens auf eine Pirschfahrt oder Richtung Sossusvlei gehen würde... aber so macht das Ganze keinen rechten Spaß.
Ich war mir 100%ig sicher, dass wir nicht ohne die Bezahlung von Übergepäck das Flugzeug besteigen können. Schließlich sind unsere Koffer beide schon gewichtsmäßig grenzwertig und uns sollen noch eine knapp 2 Meter große Giraffe, eine 30cm hohe Trommel und noch ein paar andere Souvenirs begleiten. Es kam aber glücklicherweise anders. Durch die LTU-Card konnte ich ein 30kg Sportgepäck oder auch Astronomiegeräte mitnehmen. Ich habe meine Stative in einer separaten Tasche als Astro-Gepäck aufgegeben und mit einem sehr freundlichen Lächeln meinerseits und Augenzudrücken der verantwortlichen Dame am Schalter ihrerseits ging alles problemlos mit! JUHUU!
Schon bei der Fahrt zum Flughafen sauge ich ein letztes Mal die Umgebung mit meinen Augen ein. Der Abschied kommt nun sehr schnell. Als der Flieger fast pünktlich abhebt und ich alles von oben sehen kann bevor wir durch die Wolken stoßen, weiß ich, dass ich wiederkommen werde.
Jetzt sitze ich hier im Flieger und schreibe diese Zeilen, irgendwo über der Sahara und der Ausblick auf zuhause will mich nicht unbedingt fröhlich stimmen. Zum einen habe ich mein Afrika verlassen und ich weiß, dass mich am Flughafen in München ganze 2 Grad Celsius erwarten. Was für ein Temperatursturz. 25 Grad in Windhoek, 2 Grad in München. Kurz überlege ich, am Montag trotzdem im T-Shirt ins Büro zu gehen, ein Lagerfeuer zu zünden und zu grillen, um mal ein paar Fakten zu schaffen, aber ich fürchte, dass meine Chefs für diese Idee nicht wirklich empfänglich sind und verwerfe den Gedanken dann doch wieder.
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