Ziel der heutigen Fahrt war das "Road House" am Fishriver Canyon. Die Fahrt dorthin war schwieriger, als wir zunächst dachten. Denn statt auf die Karte zu schauen und den besten Weg Richtung B1 zu finden, die die asphaltierte Nord-Süd-Trasse Namibias ist, haben wir uns nach den Straßenschildern gerichtet. Eine kleine Ungeschicklichkeit, wie sich einige Kilometer später herausstellte. Denn um zum Fishriver Canyon zu gelangen, kommt man zwangsweise in Keetmanshoop vorbei. Und genau diesen Schildern sind wir gefolgt: Keetmanshoop. Wie wir feststellen mussten, gibt es einen zur B1 relativ parallel verlaufenden Pad, der natürlich deutlich schlechter zu befahren ist, als die asphaltiere Alternative. Glücklicherweise haben wir das nach 50km bemerkt und noch rechtzeitig die Kurve Richtung Asphalt bekommen. Keetmanshoop ist eine nette Kleinstadt. Allerdings ist auffällig, dass die Anzahl an Tankstellen verhältnismäßig groß zur restlichen Gebäudezahl zu sein scheint. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass es auf einer Straße sieben Tankstellen gibt.
Wir beschlossen, einen 5km Umweg zu fahren und den Naute Damm zu besuchen, der etwa 30km von Keetmanshoop entfernt ist. Es schien, als kämen wir in eine andere Welt.
Der Weg dorthin war vom typischen Bild Namibias geprägt: Wäste, Sand und Staub. Aber als ob jemand einen Farbklecks mitten in die Landschaft gepinselt hätte, wurde es plötzlich grün und der kristallklare See erschien vor unseren Augen. Natürlich erst nach einer Teilnahmegebühr von 13 N$. Die Rock Dassies sprangen durch die Felsen.
Wir hätten noch Stunden am See sitzen und uns an diesem Bild immer noch nicht satt sehen können, aber unser Tagesziel war noch nicht erreicht und es war bereits 15h. Also: on the road again und weiter ging es. Für uns Pad-Anfänger war es schon sehr nervenaufreibend, mitten im "Nichts" einer Schotterstraße zu folgen, ohne genau zu wissen, ob wir immer noch auf dem richtigen Weg sind. Denn Straßenschilder sind nur an Abzweigungen vorhanden. Diese Abzweigungen können aber schon einmal 30-50km auseinander liegen. Unsere Sorgen waren aber unbegründet, denn es gibt nicht viele Straßen und die Gefahr, sich zu verfahren, ist relativ gering. So kamen wir kurz vor Sonnenuntergang am "Roadhouseâ" in der Nähe des Fishriver Canyons an. Es ist ein sehr kleines Hotel (8 Zimmer), das aber sowohl von seiner Zimmerqualität als auch von dem Ambiente sehr zu empfehlen ist.
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